Überblick über die Vereinsgeschichte
Am 7. August 1961 wurde bei einer Zusammenkunft des damaligen Bürgermeisters Stephan Faltermeier und des gesamten Marktrates beschlossen, einen Spielmannszug ins Leben zu rufen. Die Initiatoren dieses Unterfangens, Hans Fertl und Jakob Forster bildeten auch die erste Vorstandschaft. 1963 trat Hans Fertl aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück, blieb dem Verein aber als großzügiger Mäzen und Ehrenvorstand bis zu seinem Tode treu. An seine Stelle trat Dr. Ludwig Eifertinger, der dieses Amt bis zu seinem Tode im Jahre 1974 mit großer Hingabe ausführte. 
Die Führung des Vereins übernahm nun der langjährige zweite Vorstand, Jakob Forster, in dessen Amtszeit der Verein die ersten Auslandsreisen unternahm, zum ersten mal Deutscher Meister wurde und weitere große Erfolge feiern konnte.
1994, ein Jahr vor seinem Tod, gab Jakob Forster die Leitung des Spielmanns- und Fanfarenzuges an Josef Graßl ab, der diese wiederum 1 Jahr später an Erwin Zischka übergab. Dieser führte den Verein bis 1998.
Von 1998 bis 2000 leitete Ewald Hammer die Geschicke des Vereins. Seit 2000 stand bis 2006 der langjährige Schriftführer Jürgen Beißwanger an der Spitze des Vereins. Ab 2006 bis 2009 leitete Katrin Unger den Verein. Nach der Neuausrichtung ab 2009 ist nun Robert Urbaneck erster Vorstand.
Das äußere Erscheinungsbild war in den ersten Jahren durch eine feuerwehrähnliche Uniform geprägt. Dieser folgte eine Hallertauer Tracht nachempfundene Kleidung, die sich bis heute bei den unterschiedlichsten Anlässen und Witterungsbedingungen bewährt hat.
In musikalischer Hinsicht hat der Spielmanns- und Fanfarenzug Nandlstadt eine recht interessante Entwicklung hinter sich. Während der ersten Jahre, unter Tambourmajor Simon Reith (bis 1970) und Hans Kühnel (bis 1972) präsentierte man sich als Spielmannszug der alten Schule. Querflöten, Lyren und trommeln bestimmten den Klangkörper.
1972 übernahm Herbert Klessinger die musikalische Leitung des Vereins, stockte das Fanfarenkorps entscheidend auf, und regte die Anschaffung von Jagdhörnern an.
1974 wurde absolutes Neuland betreten, als in Nandlstadt – erstmals in Deutschland – Dudelsäcke in einen Spielmannszug integriert wurden. Seither kann der Jubiläumsverein ein abwechslungsreiches und wirklich einzigartiges Repertoire bieten. Mit diesem zeigte man sich nun auch bei Bayerischen Meisterschaften, um sich mit anderen Musikvereinen zu messen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Man erreichte neben dem Bayerischen Meistertitel sogar zweimal den ersten Platz bei Deutschen Meisterschaften.
1981, nach dem 20jährigen Jubiläum, erfolgte ein entscheidender Generationswechsel, bei dem neben vielen wichtigen Musikern auch Herbert Klessinger sein Amt niederlegte. Die schwere Hypothek übernahm damals Christian Stöber, der den erforderlichen Neuaufbau zusammen mit dem langjährigen Ausbilder, und ab 1991 auch musikalischen Leiter, Michael Forster voranführte. Durch seine Bemühungen konnte die Ausbildung in der Notenlehre und deren Anwendung auf das gesamte Instrumentarium durchgesetzt werden.
Das auch diese Arbeit Früchte trägt, konnte der Verein bei den Bayerischen Meisterschaften 1993 mit dem zweiten Platz in der Klasse „gemischte Spielmannszüge“ und 1995 mit dem ersten Platz in der Klasse „historische Spielmannszüge“ zeigen.
Sehr hilfreich für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit ist den Nandlstädter Musikern der Umstand, dass ihnen seit Oktober 1994 im neuen Feuerwehrhaus optimale Übungsbedingungen zur Verfügung stehen.
Das sich diese, und natürlich das stete fleisige Üben der Musiker bezahlt macht, zeigte sich erneut in den Jahren 1997 und 1999 und 2003 als man in der Klasse „historische Spielmannszüge“ je den ersten Platz und somit den Titel „Bayerischer Meister“ erreichte. 2004 konnte dann der zweite Deutsche Meistertitel nach 1978 erspielt werden.
Ab 1995 konnten die Dudelsackspieler mit dem dazugehörendem Schlagwerk als "Pipes and Drums" extra gebucht werden. Besonders bei

Geburtstagsfeiern und Hochzeiten sowie Betriebsfesten wurden sie zum Aufspielen eingeladen.
Bereits 1987 wurde von den damals gerade von den aktiven Spielern zurückgetretenen Erwin Zischka und Siegmund Forster, sowie von dem damaligen Schriftführer Jürgen Beißwanger die Rentnerband des Spielmanns- und Fanfarenzuges Nandlstadt gegründet. Seither treten, bis heute, nur zur Faschingszeit, ehemalige Aktive mit der Rentnerband auf. Stabführer seit damals ist Erwin Zischka.

Ein erneuter Wechsel in der musikalischen Führung erfolgte 1999/2000, als der langjährige musikalische Leiter Michael Forster, und neben ihm auch andere langjährige Musiker ihr Amt niederlegten.
Ab Januar 2000 bis Januar 2009 hatte Kristina Schäffler das Amt des musikalischen Leiter inne.
Zur Zeit wird der Spielmannszug neu aufgebaut. Die Proben werden von ausgebildeten Musiklehrern in Zusammenarbeit mit der Musikschule Papageno abgehalten. Seither ist Thomas Linseisen musikalischer Leiter.
Die Zeiten ändern sich und so ist in Nandlstadt die Zeit für einen reinen Spielmannszug vorbei. Man gründete deshalb zum 50. Jubiläum 2011 innerhalb des Vereins einen Musikzug. Damit will man verdeutlichen, dass man mit allen Instrumenten mitmachen kann. Es werden deshalb auch Saxophone, Klarinetten, Tuba, Querflöten, Piccoloflöten u. s. w. in den Klangkörper integriert.
Höhepunkte der Vereinsgeschichte:
- Sieben Auftritte im Münchner Olympiastadion anlässlich von Europacup- und Bundesligaspielen des FC Bayern München
- Zwei Auftritte im Deutschen Theater in München bei der Faschingsgala „Soiree der Stars“
- Zehn Jahre in Folge Teilnahme am „Drachenstich“ in Furth im Wald
- Oftmaliges Mitwirken beim Trachten- und Schützenzug des Münchner Oktoberfestes
- Mehrtägige Auslandsreisen nach Slowenien, Frankreich, Österreich und drei Mal in Folge nach Italien
- Teilnahme an Bayerischen Meisterschaften (Mit dreizehn Titelgewinnen) und zwei Starts (mit Titelgewinn) bei zwei Deutschen Meisterschaften

